Essen ist - ja richtig: Nahrungsaufnahme, Kultur, Volkskunde, Zeitvertreib, Gaumenkitzel, Augenweide, Erlebnis - und im Falle eines Restaurants im türkischen Teil Zyperns (Fahne weiter unten rechts) ERSTAUNEN pur. Wir bestellen als Folge des "kleinen Hungers" am Nachmittag einen Salat und etwas Halloumi (zyprischer Ziegenkäse mit Minze) für die Dame; der Herr entscheidet sich ebenfalls für eine übersichtliche Portion Sheftalia (eine Art Rindgehacktes, gebraten).
Mit Nachtisch kamen außer den drei bestellten Speisen 13 Vorspeisen - und davon nicht nur Kostprobe. Eine wahre Kraftanstrengung stand bevor...
Argwohn kommt auf, als der Kellner mit einem doppelstöckigen Servierwagen aus der Küchenflucht rollt und ängstliches Umsehen genau das bestätigt, was wir ohnehin schon wussten: Wir sind die einzigen noch wartenden Gäste; die Bedienung rumpelt mit einer unübersehbaren Menge Zeugs inklusive vier alkoholfreien Getränken auf UNS zu.
-- im Restaurant zwischen Uralt-Verlademole...
...ausgedienten Heringsfässern ....
... und einem von der Zeit vergessenen Schiffskutter.
Womit also anfangen?
Mit ca. 1 Kg Salat mit Fetakäse ...
... oder dem Halloumi (gebraten) ...
... oder dem Sheftalia?
Und dann noch die Nachspeise!
Mehr als die Hälfte musste unangerührt bleiben.
Und dann lud der Wirt noch zum Kaffee in sein Wohnzimmer-Büro ein und machte die Rechnung:
35.000 Türkische Lira (TL) oder 17 Euro. Wer kann das begreifen? Danke.