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Samstag, 14. August 2010

Formvollendet


Nicht nur Miss Evolution ist aufs Perfekte aus; der Mensch an sich hin und wieder auch. Wenn dann solche "Leistungen" im Sucher meiner kleinen Digicam erscheinen, drückt der Zeigefinger automatisch den Auslöser. Obwohl die Motive doch wohl sehr unterschiedlich sind, fordern sie dazu auf: Schaut einfach öfters nur mal hin!
Rosig: Wenn auch nicht gerade duftend

Hervorragend: Mut und Haltungsnote zugleich

Vieräugig: Fischkutter im Spiegel des Hafenwassers

Aufgereiht: Stein-Dachziegeln eines Klosters auf Zypern

Stählern: Schloss vor einer zehn Meter breiten Brandschutzschneise hoch oben auf den Bergen

Formvollendet: Detail einer Berliner Zyperntouristin

Trocken: Schlam(m)assel im Hochsommer

Erhaben: Wenn Katzen auch noch fliegen könnten...




Dienstag, 6. Juli 2010

Zypernkätzchen namens "Anni"


Nach PaulA und KallE sollte das kleine Katzenfräulein, dass uns mit acht, neun Wochen geschenkt wurde, nun auch einen kräftigen deutschen Rufnamen erhalten. Eigentlich müsste man das tiefschwarze Wesen mit weißen Sprenkeln am Bauch einfach nur "Kohle" nennen - aber ein "e" in der Namensendung hat der ja Kater schon.
Also galt es einen markigen Namen suchen, den man zur Not auch "brüllen" kann, um die Kleine vor allzu früher Bekanntschaft mit dem Pool oder der ab und an auch belebteren Dorfstraße zu bewahren: einen Namen folglich, der - entsprechend der deutschen Vokaltabelle - entweder auf "o", "u" oder "i" endet und auf die beiden anderen Katzen nicht hören.
So entschlossen wir uns kurzerhand für "Anni". Diesen in meinen fast sechs Lebensjahrzehnten kaum gehört, geschweige denn benutzten Namen höre ich nun täglich 30 bis 399 mal. "Anni, das tut weh", "Anni weg da", "Anni: NEIN".... Das würde ja eigentlich noch auszuhalten sein, wenn nicht jeder zweiten Anni-Satz die Frage aufwerfen würde: "WO IST ANNI?"
Nebenbei bemerkt: Das Sprichwort, wonach nachts alle Katzen grau seien, lügt: Schwarze Katzen sind nachts - unsichtbar!!


Mit Kater Kalle, der von Anfang an so eine Art "Mutter" war - im Gegensatz zu Paula, die nach vielen Wochen noch faucht, wenn ihr das kleine Wesen zu nah kommen sollte
Der König der Möven: Kater Kalle

Sechs Stunden wird getobt; 18 Stunden tief geschlafen


Die Neugier ist groß: Egal ob Pool, Sträucher, Schuhe oder Bäume - Anni ist überall gleichzeitig

Wem gehört nun welches Revier, wer hat hier Vorrechte - und wenn ja, warum?

Mittwoch, 16. September 2009

Inseltypisch: Tierisch rar


Was haben Zypern und der Serengeti-Nationapark gemeinsam? Eigentlich wenig, bis auf die Tatsache, dass beiden von Deutschland aus "irgendwie" südwärts liegen, Zypern fast um die Hälfte kleiner ist und im Gegensatz zur Savanne fast tierarm zu bezeichnen wäre. Was hier kreucht und fleucht ist schnell an den Fingern von Gästen einer mäßig besuchten Taverne abzuzählen:

"Groß"wild-Status haben die Mufflons, ein paar Rehe - und schon komme ich ins Überlegen. Es gibt zudem Füchse und Hasen (die sich bekanntlich in den unendlichen Wäldern des Troodos-Gebirges immer "Gute Nacht" sagen). Und alles, was in Germany ebenfalls domestiziert ist, findet sich auf Zypern wieder: Schafe, Katzen, Schweine, Hühner, Enten, Hunde, ein paar Pferde, irgendwo "oben" soll es Kühe geben. Esel natürlich, sture vor allem. Die Vögel, die während ihres Vogelzuges Zypern zur Auftankinsel wählen, seien gewarnt: Hier wird ab September bis Frühjahr sonntags und mittwochs erbarmungslos auf alles geschossen, was zwei Flügel hat.

Das umgebende Mittelmeer hat noch wenige Fische (man merkt es an den aberwitzigen Preisen für Frischfisch), Schildkröten und Muscheln. Ansonsten gibts Käfer, Fliegen, verleichsweise riesige Ameisen und Kakerlaken, winzige und dafür umso schmerzhaftere Mücken und sirenenartige Plagegeister - Zickaden. Was wäre zudem die Levante ohne die giftige Levanteotter. Aber auch andere, ungiftige Schlangen, die es zuhauf gibt, sind nicht gerade der "Hingucker".

Auf der Suche nach einem Strandplatz für die Eiablage - und dann kann die Sonne gut 70 Tage brüten...
Nicht jeder "Turtel" wird 100 Jahre...


Ein Schlangenschickal: Überfahren war vielleicht besser als gemeinhin erschlagen zu werden

Ebenfalls tot und noch nicht mal 15 cm lang: eine hochgiftige Levante-Otter
Eine Gottesanbeterin bei den Atheisten im Hausgarten

Paul und Paula



Und jetzt genau hinsehen: keine Autorennbahn für Zweijährige, sondern eine Wasserrutsche für winzige Schildkröten. Achtung Tierschutz: Sie werden auf jedem zyprischen Rummel fündig!